Mich interessiert die Unsicherheit, die einen Zustand der dauernden Neu Orientierung aufrecht erhält:
klare Entscheidungen, die Zweifel nach sich ziehen; sich selbst ein anderer sein; Individualismus im gesellschaftlichen Gefüge;
im Gefühl zu verlieren, gewinnen; flüchtige Momente festhalten wollen; Freiheit als Ideal und Krise....
In der künstlerischen Auseinandersetzung entstehen dann meist widersprüchliche, fragile Konstellationen, Spannungszustände,
die aus gegensätzlichen Bewegungen entstehen, die sich in Balance halten oder umzustürzen drohen.

Grundlegend für meine Arbeit ist die Suche nach neuen Verhältnissen in der Verbindung von Material, Technik, Handlung und Raum. Dabei verstehe ich auch das aktuelle Tagesgeschehen, Nachrichten, Stadtraumgestaltung und Lebensweisen als Material. Konstruktion, Bewegung, Richtung und Handlung in einem konkreten Verhältnis zu Raum und Betrachter sind verbindende Aspekte meiner Werke.

In meinen performativen Inszenierungen lege ich den Schwerpunkt auf Handlungen für die Video- oder Fotokamera. So entsteht durch den Kameraausschnitt ein eigener Raum, der einerseits eine Eingrenzung bedeutet, aber auch neue Möglichkeiten in der Bilddramaturgie eröffnet.

Für den öffentlichen Raum erarbeite ich Choreografien, die als temporäres gesellschaftliches Ereignis den alltäglichen Lauf der Dinge irritieren.

Ich erlaube mir eine offene, auf keine Arbeitstechnik oder Materialität beschränkte Arbeitsweise.

Giving-Collage aus Etiketten von Mandarinen aus Südafrika
giving Collage aus Etiketten von Mandarinen aus Südafrika 2012