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GRENZEN ALS FREIHEIT DER ANDERSDENKENDEN - 2017 im Kunsthaus Dresden

24 Spiegel, 4 Fahnen, Marschglockenspiel, Soundinstallation - raumbezogene Installation mit audiovisuellen Dokumenten als situative Transformation des SPIEGELMARSCH,
einer Performance im öffentlichen Raum mit 24 Spiegelträger*innen,4 Fahnenträgerinnen und einer Marschglockenspielerin. Der Spiegelmarsch ist eine konkrete künstlerische
Reflexion gesellschaftlicher Bewegungen, die derzeit in Dresden und anderen europäischen Städten stattfinden, und setzt diese in Beziehung zu älteren Traditionen des
Ausdrucks von politischer Repräsentanz in der europäischen Geschichte. >> mehr zum Dresdner SPIEGELMARSCH


 
 

 


 

 

 


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Die Spiegelschilde mit Tragevorrichtung wurden zum Abschluß der Performance zu einem freistehenden Kreis miteinander verbunden. Das Marschglockenspiel wird auf einem
Kasten präsentiert, der die Soundanlage beinhaltet. Zu hören ist die Komposition für den Dresdner SPIEGELMARSCH von André Obermüller. Die Komposition löst bekannte Marschmusik und Volksmusik zu eigenständigen Klangflächen.

 

 

 

 


 

 


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Der Eindruck von Umwälzungen und Unsicherheiten in den sich derzeit weltweit verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen führt Menschen mit ganz unterschiedlicher Motivation zusammen, um ihr Anliegen als Gruppe in öffentliche Stadträume zu tragen. Dresden wird regelmäßig zur Plattform für Protestbewegungen, die teilweise offen
menschenverachtend und ausgrenzend agieren. In diesem Zusammenhang kann weltweit eine Umdeutung von grundlegenden Begriffen und sprachlichen Leitsätzen beobachtet werden. Die Aussage der friedlichen Revolution von 1989 "Wir sind das Volk" wird in gegenwärtigen Bewegungen wie in einem Zerrspiegel verwandelt: Welches "Wir" ist hier gemeint? Und soll die hier eingeforderte Meinungsfreiheit bedeuten, dass man auch frei darin ist, andere verbal zu verletzen? In diesem Kontext markiert die Installation sowohl das Ende als auch den Beginn einer Bewegung und fragt nach dem Wert von Abgrenzung.

 

 

 

 



 

 

 


  Die Installation im Schaufensterraum des Kunsthaus Dresden von der Straße aus gesehen. Die Videodokumentation der Performance war im Kunsthaus Café zu sehen: