Pressetext zur Installation Fortschritt im Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik in Dresden

Die in Dresden lebende, in Erlangen geborene Künstlerin Svea Duwe greift in ihrem Kunstprojekt die Architektur des Institutsgebäudes auf.
Die zentrale Wendeltreppe – der Kern des Forschungsbaus und zugleich die Kommunikationsachse des Institutes - ist der Doppelhelix der Erbinformation (DNA) nachempfunden. Duwes Installation „Fortschritt“ ist eine strickleiterähnliche Formation, die das Forschungszentrum an einer zentralen, aber dennoch versteckten Stelle vom Erdgeschosses bis in das vierte Stockwerk durchzieht. „Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dass der Aufstieg innerhalb der alternativen Wegführung nur gedanklich möglich ist“ erklärt Svea Duwe. Tatsächlich sei das Objekt ein in sich geschlossener, bewegbarer Kreislauf.

Damit vereint die Künstlerin, die 2007 auch das Hegenbarth-Stipendium erhalten hat, Architektur, Biologie und den unendlichen Charakter der Forschungsarbeit sowie das Streben nach Wissen in ein Kunstobjekt. Die Künstlerin verweist zugleich mehrdeutig auf die Begrenztheit von Entwicklung, indem sie den „Fortschritt“ durch die Unmöglichkeit des Aufstiegs innerhalb der Strickleiter ähnlich dem Vorankommen in einem Hamsterrad ad absurdum führt.